Anwalt: Das Berufsbild

von am 27. April 2012 in Jobs und Arbeit

Anwalt: Das Berufsbild

Besuchen Sie das Gymnasium, werden Sie vielleicht noch überlegen, was Sie studieren sollten. Vielleicht ist der Beruf als Rechtsanwalt für Sie interessant, denn dort haben Sie viele Möglichkeiten und finden viele Tätigkeitsgebiete. In jedem Fall haben Sie als Rechtsanwalt die Aufgabe, Ihrem Mandanten zu seinem Recht zu verhelfen, ihn vor Gericht zu verteidigen. Daneben üben Sie eine beratende Funktion aus, Sie müssen Ihren Mandanten über seine Erfolgschancen, über die mögliche Beweissicherung und die Kosten für den Rechtsstreit informieren.

Ihre Tätigkeit als Anwalt

Da Sie Ihre Mandanten darüber beraten müssen, was der Rechtsstreit ungefähr kosten könnte, weisen Sie ihn auf eine Rechtsschutzversicherung hin. Im Internet können Sie unkompliziert Rechtsschutzversicherungen vergleichen, doch zahlt die Rechtsschutzversicherung erst dann, wenn Ihr Mandant bereits einige Zeit versichert war und wenn der Prozess vor dem Abschluss der Versicherung noch nicht begonnen hat.

Als Rechtsanwalt können Sie auf den verschiedensten Gebieten tätig werden:

  1. Strafrecht
  2. Arbeitsrecht
  3. Erbrecht
  4. Familienrecht
  5. Verkehrsrecht

und auf vielen anderen Gebieten. Sie sind Fachanwalt und müssen Ihre Fachanwaltschaft durch die entsprechenden Zeugnisse bei der Rechtsanwaltskammer nachweisen.
Damit Sie Ihre Tätigkeit als Rechtsanwalt ausüben können, müssen Sie über eine Ausbildung zum Volljuristen und die Befähigung zum Richteramt verfügen. Sie können in einer Kanzlei tätig werden, zusammen mit anderen Anwälten, oder selbst eine eigene Kanzlei gründen. In jedem Fall ist für Sie die Berufshaftpflichtversicherung für Rechtsanwälte vorgeschrieben, damit Sie Ihre Tätigkeit ausüben können. Sie benötigen eine Zulassung durch die Rechtsanwaltskammer Ihres Bezirks, ebenso müssen Sie sich in die Rechtsanwaltsliste bei Gericht eintragen lassen.

Die Ausbildung als Rechtsanwalt

Bevor Sie Ihre Tätigkeit als Rechtsanwalt ausüben können, müssen Sie das Studium der Rechtswissenschaften absolvieren, das sich über neun Semester erstreckt und in Deutschland nur an Universitäten angeboten wird. An das Studium schließt sich ein zweijähriges Praktikum an. Um Volljurist zu werden, müssen Sie das erste und zweite Staatsexamen ablegen. Nach Bestehen des ersten Staatsexamens sind Sie zumeist bereits Jurist oder Referendar, doch können Sie noch keine Tätigkeit als Anwalt ausüben. Auf das erste Staatsexamen folgt der Vorbereitungsdienst, mit dem Sie sich auf Ihre spätere Tätigkeit als Anwalt und auf das zweite Staatsexamen vorbereiten, mit dem Sie die Befähigung zum Richteramt und die Zulassung als Anwalt erwerben.








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