Die richtige Ausbildungsstelle finden, wie geht das?
Jeden Sommer auf´s Neue beginnt für viele Schüler nach dem Schulabschluss die Suche nach einer passenden Ausbildungsstelle. Während einige Berufe ein großes Interesse bei Schulabgängern erwecken und die Zahl der Bewerber die Anzahl der offenen Lehrstellen bei weitem übersteigt, gibt es in einigen Berufszweigen erhebliche “Nachwuchsprobleme”.
Wo und wie findet man freie Ausbildungsstellen?
Freie Lehrstellen finden Jugendliche nicht nur über das Arbeitsamt sondern auch über Ausschreibungen der regionalen IHKs oder über eines der zahlreichen Job- und Lehrstellenportale im Internet. Bei den jungen Männern sind vor allem Berufe wie KFZ-Mechatroniker, Industriemechaniker, Anlagemechaniker für Sanitär-, Heizungs-, und Klimatechnik sowie Industriekaufmann gefragt. Auch die IT-Berufe erfreuen sich eines regen Zulaufs. Bei den Mädchen liegen Ausbildungsberufe wie Verkäuferin, Zahnarzt- und Arzthelferin sowie Bürokauffrau ganz vorn. Ein Gang ins BIZ (Berufsinformationszentrum) des regionalen Arbeitsamtes kann ebenfalls helfen, den richtigen Beruf zu finden. Mit schriftlichen Informationen sowie Videos über das Berufsbild, lässt sich vielleicht schon im Vorfeld eine gute Auswahl in Frage kommender Ausbildungsberufe treffen.
In Bereichen wie dem Handwerk oder in der Gastronomie gibt es jedoch vielerorts erhebliche “Nachwuchsprobleme”. In diesen Berufszweigen gibt es in der Regel mehr offene Stellen als Bewerber. Gerade in der Hotellerie und im Gaststättengewerbe sowie im Bäckerhandwerk scheuen viele junge Azubis die ungewöhnlichen Arbeitszeiten bzw. den Schicht – und Wochenenddienst. Das nicht gerade üppige Gehalt als ausgelernter Bäckergeselle bietet außerdem wenig Anreiz diese Ausbildung anzustreben.
Welche Probleme entstehen bei der Besetzung von Lehrstellen?
Was die Suche nach einem geeigneten Ausbildungsplatz zudem erschwert, sind die häufig unzureichenden Kenntnisse vieler Schüler. Das Fehlen von wichtigen Grundvoraussetzungen wie z.B. fehlende Rechtschreibkenntnisse, fehlende mathematische Kenntnisse sowie eine dürftige Allgemeinbildung, machen es Ausbildungsbetrieben außerdem schwer, passende Bewerber für noch offene Lehrstellen auszuwählen. Im Vorstellungsgespräch zeigt sich, ob der Bewerber für das Unternehmen geeignet ist oder nicht. Der erste Eindruck zählt und viele Bewerber fallen in diesem Gespräch auch durch. Darüber hinaus lässt bei einigen jungen Azubis auch das Sozialverhalten zu wünschen übrig. Die Fähigkeit sich an die Regeln des Betriebes anzupassen und sich als Azubi auch im Team einzufügen ist bei einigen jungen Bewerbern ebenfalls nicht besonders ausgeprägt. Hier kann ein Jahrespraktikum oder ein Berufsvorbereitungsjahr helfen, die Defizite aufzudecken und zu beseitigen.
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