Flexibilität als Einstellungskriterium
Für viele Studenten ist direkt nach dem Studium noch nicht in Stein gemeißelt, welchen Weg sie gehen werden. Zunächst einmal gilt es herausfinden, in welcher Branche sie sich eine langfristige Beschäftigung vorstellen können. Flexibilität ist bei den ersten Gehversuchen in der Berufswelt daher hoch im Kurs – sowohl bei den Studenten als auch den Arbeitgebern.
Der Tagesablauf im Berufsleben wird um einiges strukturierter sein als im Studium. Das ständig wechselnde Arbeitspensum in den Lernphasen macht Platz für die eher routinierten Bürozeiten. Dennoch ist die Lebenssituation im ersten Job viel flexibler als im Studium. Es ist nicht länger sicher, wo man in den nächsten drei Jahren sein wird.
Neuer Job, neue Wohnung, neues Auto, neues Glück…
Nach dem Abschluss der Uni geben viele junge Menschen ihr gewohntes Leben auf und ziehen erst einmal in die weite Welt hinaus. Oftmals sind es diverse Praktika, mit denen schlussendlich der Einstieg in das Berufsleben gefunden wird. Schließlich soll mit dem Gelernten irgendwann auch einmal Geld verdient werden. Dann möchten die Berufsanfänger schöne Wohnungen mieten, schöne fahren und im Leben richtig ankommen. Wie lange sie allerdings an diesem einen Ort bleiben werden, ist ungewiss. Heutzutage ist es längst nicht mehr so, dass man nach der Ausbildung oder dem Studium in einem Job anfängt, um die nächsten Jahrzehnte dort zu verweilen. Die Welt dreht sich sehr viel schneller, sodass Arbeitnehmer in ihrer Karriere sehr viel häufiger als früher den Arbeitsplatz wechseln und in einem neuen Job ihr Glück versuchen.
Beidseitige Flexibilität
Einen Job zu finden, ist auch mit sehr guten Qualifikationen ein nicht zu unterschätzendes Unterfangen. Ein Faktor, der zu Zeiten der Globalisierung immer wichtiger wird, ist die Flexibilität. Wer bereit ist, auf Geheiß eines Unternehmens oder zum Wohle eines Jobs seine Zelte abzubrechen, ist seinen Mitbewerbern gegenüber klar im Vorteil. Mobilität und Ungebundenheit werden von Unternehmen sehr geschätzt. Doch auch die Firmen selbst müssen anpassungsfähig sein. Die Bachelor-Abschlüsse sind sehr verschult. Zudem gilt es als wirtschaftlich sinnvoll, die Studiengänge möglichst breit zu fächern. Diese Entwicklung führt allerdings dazu, dass Uniabsolventen immer unspezifischeres Wissen und kaum praxisnahe Vorstellungen der Abläufe im Unternehmen mitbringen. Beide Seiten müssen sich aufeinander einstellen. Nicht selten passiert es, dass die Arbeitsverhältnisse noch vor Ablauf der Probezeit gekündigt werden. Für die jungen Berufseinsteiger ist es daher ratsam, an einem neuen Ort nicht gleich langfristige Miet- oder Leasingverträge abzuschließen. Wer weiß, wann es sie schon wieder woanders hin verschlägt.
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