Tipps für angehende Lehrer
Wer in den Lehrberuf einsteigt, ist zumeist jung und hoch motiviert. Vieles will man anders angehen als die ehemaligen Lehrer aus der eigenen Schulzeit. Doch wie setzt man seine übertriebenen und häufig naiven Vorstellungen zu einem gesunden Maße in die Tat um?
Hohe Erwartungen erhalten schnell einen Dämpfer
Mit dem gerade erfolgreich absolvierten Lehramtsstudium im Rücken zieht es angehende Pädagogen mit hohen Erwartungen und großen Ambitionen an die Schulen der Republik. Oft vergegenwärtigen sie sich die eigene Zeit als Schüler und ziehen dementsprechende Schlüsse, was damals an der Schule falsch gelaufen ist und wie man es heute besser machen kann. Doch die Vorfreude wird schnell getrübt, denn man stößt auf unmotivierte Kollegen, die seit dreißig Jahren das gleiche Lehrmaterial benutzen und Kinder, die noch viel frecher zu sein scheinen, als man selbst damals war. Der Beruf des Lehrers verlangt einem allerhand ab und eine Menge davon findet sich nicht in den Mitschriften der Didaktik-Vorlesungen aus dem dritten Semester, sondern muss erst durch mehrjährige Praxiserfahrung mühsam erlernt werden. Auch während der Studienzeit absolvierte schulpraktische Übungen vermittelten nur ein unzureichendes und geschöntes Bild dessen, was Tag für Tag im Schulalltag so vor sich geht.
Abwechslungsreiche Lehrmaterialien nutzen
Stößt man bei den Unterrichtsvorbereitungen nach einigen Wochen an seine Grenzen, weil man oft viel mehr von den Schülern erwartet, als jemals in einer Schulstunde umgesetzt werden kann, dann kann es helfen, sich neue Inspiration von außen einzuholen. Zeitgemäße Lehrmittel für den Unterricht sind vielerorts zu erwerben und warten mit vielen unkonventionellen Ideen auf, die die Schulstunden auflockern und die eigene Erwartungshaltung ein Stück weit näher an die Realität führen. Für jedes Fach und jede Klassenstufe gibt es praktische Materialien, die sich aus Kopiervorlagen, Unterrichtsvorschlägen, Gruppenprojekten und spielerischen Lernmethoden zusammensetzen und großen Erfolg versprechen. Für das Fach Deutsch im Grundschulalter gibt es etwa zahlreiche Spiele mit Karten, die das Lesen, Schreiben und Verstehen effektiv trainieren. Spätere Klassenstufen können mit Karten ihre Kenntnisse von Synonymen und Fremdwörtern aufbessern und damit in Partner- oder Gruppenarbeit spielerisch ihren Wortschatz erweitern. Ein Silbenstift hat zwei Enden mit unterschiedlicher Farbe und eignet sich besonders gut zum Markieren von Wortsilben, während eine Magnetlegebox Schulanfängern beim Buchstabieren einfacher Wörter behilflich ist.
Mit älteren Kollegen arrangieren
Im Lehrerzimmer sollten junge Einsteiger ihren älteren Kollegen in jedem Fall den nötigen Respekt zollen und sie nicht mit dem eigenen Elan überrumpeln. Es prallen häufig zwei völlig unterschiedliche pädagogische Konzepte aufeinander, sodass Konflikte vorprogrammiert sind. Ältere Lehrer sind nur schwer von ihren konventionellen und über Jahrzehnte etablierten Methoden abzubringen, was akzeptiert werden sollte. Änderungsvorschläge hinsichtlich Organisation oder dem Ablauf alltäglicher Gepflogenheiten sollten zunächst gründlich überdacht werden, bevor sie geäußert werden. Häufig hilft es auch, sich mit ehemaligen Kommilitonen auszutauschen, um die Problematik aus einer anderen Perspektive bewerten zu lassen.
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